Haben Computer bald ausgedient?

Facebook, Whats App sowie zahlreiche “Software as a Service” Webseiten machen es uns vor. Die Welt und unser Leben wird immer digitaler. zukunft

Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, als ich 1987 vor meinem ersten PC (Commodore C64) saß und staunte. Sicherlich war es ein wenig nervig, ein Spiel mit 8-10 Disketten zu laden, doch man wurde schließlich mit einem bis dahin vollkommen unbekannten Spielerlebnis belohnt. Später folgte dann ein 386er PC und das erste grafische Betriebssystem namens Windows 3.x. Vorbei waren die Zeiten, wo man noch eine Schreibmaschine benötigte um beispielsweise einen stylischen Brief zu schreiben. Word & Excel erledigten fortan Arbeiten in Minuten, die mit einer Schreibmaschine Stunden in Anspruch genommen haben.

Heute, nur 26 Jahre später, laufen wir alle mit Smartphones in der Hand durch die Gegend, deren Rechenleistung einen 386er PC um ein vielfaches übertreffen. Das faszinierende dabei ist, dass die verbaute Rechenleistung nur noch wenige Gramm leicht ist und in jede Hosentasche passt.

Vorbei sind die Zeiten, wo man Briefe geschrieben hat oder eine Brockhaus Bibliothek im Schrank stehen hat. eMail und Wikipedia haben diese Relikte der alten Zeit schon lange abgelöst ohne das man sie vermisst.

Auch das Einkaufen hat sich revolutioniert. Vorbei sind die Zeiten, dass man in ein klassischen Kaufhaus gehen muss, wenn man beispielsweise eine neue Hose kaufen möchte. Smartphone oder Tablet in die Hand, 2-3 Klicks in der App des Onlineshops seiner Wahl und schwups ist die Hose bestellt, die man idealerweise schon am Folgetag vom Briefträger zugestellt bekommt.

Stand der Dinge heute: In über 90% aller Haushalte wird man einen Computer finden, der mit dem Internet verbunden ist.

Doch wie geht es weiter?

Wen ihr mich fragt, hat auch der klassische Computer seinen Zenit erreicht, denn smarte Devices wie Smartphones, Tablets & Co. machen den Computer immer überflüssiger. Warum? Software as a Service (SaaS) machen es möglich!

Seit etlichen Jahren bietet beispielsweise Microsoft seine bekannte “Office Software” (Word, Excel, Power Point, Outlook)  als SaaS Lösung namens “Office 365” an. Der Anwender muss hierbei nicht mehr die Software auf seinem Computer lokal installieren, sondern greift via Webservice auf die Software zu. Großer Vorteil: Geringere Lizenzgebühren für den Anwender und eine flexiblere Anwendung, denn Software as a Service kann auch via App von einem “smarten Device” aus angesprochen werden.

Microsoft macht mit “Office 365” nichts weiter, wie Apple es mit der iCloud oder  Adobe mit Photoshop schon lange machen. Immer mehr Softwarehersteller bieten ihre Software nicht mehr zur lokalen Installation an, sondern betreiben diese auf eigenen Servern und bieten die Features als “Dienst” (Service) ihren Kunden an.

Da die Software nun nicht mehr auf eigener Hardware betrieben werden muss, müssen Anwender auch nicht mehr die neuste Hardware zu Hause stehen haben. SaaS Anwendungen laufen auch auf schwacher Hardware bzw. App, weil die eigentliche Arbeit auf den Servern der Hersteller stattfindet.

Fazit

Der normale Anwender kann schon heute nur mit einem Tablet und SaaS seinen Alltag prima bewältigen, ohne dass er sich einen leistungsstarken Computer kaufen muss. Lediglich professionelle Anwender müssen auf klassische PC’s und Software zurück greifen, da SaaS Produkte noch nicht jede Geschäftsbranche bedienen.

Da jedoch immer mehr Software Produkte als SaaS bzw. Cloud Anwendung zur Verfügung stehen, vertrete ich die feste Meinung, dass die Zeit der klassischen Computer gezählt ist und wir bald nur noch mit Tablets und Smartphones unseren Alltag bewältigen werden, auch im professionellen Umfeld.

Mir gefällt der Gedanke jedenfalls sehr und ich bin gespannt was die nächsten Jahre noch für Überraschungen bereit halten werden.

Chris

Chris

Seit 1999 in der IT in den Bereichen Infrastruktur, Entwicklung und Beratung aktiv.
Zertifizierter Microsoft & Apple Spezialist.
Chris

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